Die von vielen Zeitschichten gezeichnete Dorfkirche in Landow ist über 700 Jahre alt und liegt an der alten Salz- und Heringsstraße, einem der drei bedeutenden mittelalterlichen Handelswege Rügens. Die Kirche ist der Mittelpunkt des ehemaligen Pfarrdorfes mit Pfarr-, Küster-, Pfarrwitwenhaus und Pfarrbauernhof. Sie markiert eine Anhöhe in der Boddenlandschaft und erinnert an die historische Furt durch die inzwischen verlandete Landower Wedde. Die Ortschaft Landow findet 1333 ihre erste Erwähnung und das Benennen von zwei geistlichen Bruderschaften (1369, Kalandbruderschaft) zeugt von der Bedeutung Landows im späten Mittelalter.

Die Backsteinkirche mit dem Fachwerkturm von 1733 wurde wegen fehlender Mittel in den 1970er Jahren baulich aufgegeben. Die barocke Holzdecke wurde demontiert sowie das sehenswerte Beicht- und Patronatsgestühl ausgebaut und gesichert. Zu besichtigen ist noch der Altar von 1724.
Dank des Engagements von Künstlerinnen und Künstlern in den 1980er Jahren und des im Jahr 2000 gegründeten »Freundeskreises Kirche zu Landow e.V.« konnte der Verfall gestoppt und grundlegende Sanierungen und Arbeiten zur Sicherung der Bausubstanz und des Kunstgutes durchgeführt werden.


Seit 2000 nutzt die Kirchengemeinde die abgeschieden gelegene Dorfkirche wieder für Gottesdienste und als Kultur- und Wegekirche. Durch den offenen Dachstuhl verfügt die Kirche über eine ganz besondere Akustik. Der »Freundeskreis Kirche zu Landow e.V.« führt mit großem Erfolg den jährlichen »Landower Musiksommer« mit Konzerten, Filmnächten, Lesungen, Aufführungen und Ausstellungen durch.
KIRCHENBESICHTIGUNG UND OFFENE KIRCHE

Zwischen Ostern und Ende Oktober ist die Kultur- und Wegekirche Landow von 9 bis 19 Uhr geöffnet.
Den Kirchenschlüssel erhalten sie auch in direkter Nachbarschaft. Bitte beachten Sie dazu die Hinweise im Schaukasten.
Herzliche Einladung auch zum Gottesdienst oder eine der zahlreichen Veranstaltungen.